Geschichte des Roulette

Es ist ein altes Glücksspiel, welches weltweit die größte Verbreitung in Spielbanken bzw. Casinos genießt: Das Roulette. Mit seinem zutreffenden Namen, welcher übersetzt 'Rädchen' bedeutet, hat es die Fähigkeit, Menschen durch die Verlockung eines großen Zufallsgewinns immer wieder zu sich zu ziehen, sodass jeden Tag unzählige Personen ihr Glück von der Landung einer Kugel auf einer zufällige Zahl abhängig machen. Und dies vollbringt es bereits seit dem 17. bzw. 18. Jahrhundert.

Fälschlicherweise wird oft der französische Mathematiker Blaise Pascal als der Erfinder des Roulettes genannt. Dies obliegt der Tatsache, dass er in zwei Schriften, welche sich mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung befassen, den Ausdruck 'Roulette' verwendete – als Ersatz für den Ausdruck 'Zykloide'. In Wahrheit stammt es aber allen Belegen nach aus Italien, wo es wohl im 17. Jahrhundert konstruiert wurde – gemäß des mittelalterlichen Rad der Fortuna.

Bekannt wurde das Roulette im 18. Jahrhundert, wo es sich mehr und mehr in Frankreich etablierte. Entgegen aller Versuche konnte König Ludwig XV das Glücksspiel nicht verbieten, woraufhin es später (1806) durch Napoleon Bonaparte auf den Betrieb innerhalb von Spielhäusern eingegrenzt wurde. Nach dem Jahr 1837 wurde das Roulette ein fester Bestandteil von Spielbanken in Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden – und wurde zur Inspiration des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski, der daraufhin den Roman 'Der Spieler' verfasste. Als 1872 die deutschen Spielbanken infolge der Reichsgründung geschlossen wurden, zog das Fürstentum Monaco seinen Vorteil daraus und läutete mithilfe des Roulettes die Blütezeit der Spielbank von Monte Carlo ein.

Heutzutage kommt kein einziges Casino ohne das Roulette aus – es ist ein fester Bestandteil der modernen Spielbanken. Die Spielregeln sind hierbei zum Großteil von Casino zu Casino identisch, wobei sich nur kleine Unterschiede ergeben, welche aber gelegentlich von großer Bedeutung für die Spieler sein können. So behandeln die Regeln beispielsweise die Frage unterschiedlich, was geschieht, sollte die Kugel auf Zéro (also Null) fallen. Ferner wird das beliebte American Roulette in Europa mit einer Zahl weniger gespielt (37 anstatt 38) und folgt einer anderen Zahlenanordnung. Für Casinos üblich sind in jedem Fall aber vorwiegend die Einfachtische, welche von vier Croupiers überwacht werden.

Ein besonderer Reiz geht von Online Roulette aus, da das Spiel jederzeit und von jedem beliebigen Ort aus gespielt werden kann, welcher über eine Internetverbindung verfügt. Bei Verwendung von seriösen Seiten, welche mit reellem Geld arbeiten, lässt sich so unter Umständen ein nettes Extrasümmchen verdienen, welches dem Spieler direkt auf das eigene Konto überwiesen wird.